Klangverbesserung durch "Zapfen"?

 

Februar 2020 - Lockdown - Zeit um sich der Musik (und dem HiFi System) zu widmen. So wie viele andere auch, habe ich meine Zeit genutzt um mein HiFi System auf vordermann zu bringen und über mögliche Verbesserungen nachzudenken.

Beim gemütlichen umblättern des Kataloges von Audioquest, bin ich auf diverses Zubehör aufmerksam geworden, von welchem sich meine Gedanken nicht mehr so schnell lösen wollten. 

Es handelt sich hierbei um die sogenannten "Noise Stopper".


 

 

Vielleicht sind auch dir bereits einmal diese Stecker aufgefallen, welche teils ab Werk in den Anschlüssen vom Verstärker stecken. 

Hier als Beispiel die Rückseite des NAD C375, ein klassischer, analoger Stereo Verstärker, besitz zwei solche silbernen Plugs, mit welchen der TAPE Monitor IN verschlossen ist.

Was soll das?


Auf der Suche nach einer Klangverbesserung, führen uns die Wege manchmal in eine Richtung, welche nicht auf den ersten Blick interessant erscheint. Aber abarten und weiter lesen!

Nun, ich kenne diese Stecker schon relativ lange und kenne auch deren Nutzen. Jedoch vernachlässigte (und vergass) ich diese immer wieder, bis sie schliesslich an Relevanz gänzlich verloren haben.

Leider habe ich mit meinem privatem Musiksystem immer wieder mit Probleme zu kämpfen (gehabt), dessen Ursache ich aber lange nicht realisiert hatte. Aber dazu später mehr.

Es geht um Störungen!

Dein Smartphone, dein Notebook, deine Smartwatch, deine TV-Box, der Staubsauger-Roboter, der Kühlschrank und weiss nicht was alles noch, sind heute bequem per App steuerbar und mit dem Internet verbunden. Soweit so gut, aber hast du dir bereits einmal Gedanken über die Strahlenbelastung gemacht? 

Um gleich etwas klar zu stellen, ich selbst bin auch nicht Fan davon, dass alles und jedes mit dem Internet verbunden sein soll, bin aber auch kein Gegner.

 

Unser Raum, die Umwelt, nahezu egal wo wir uns befinden, ist überflutet mit Funk, WLAN und anderen Signalen, welche permanent auf uns treffen. Diese, nennen wir sie für den Bericht einfach zusammengefasst "Signale" werden von Antennen versendet und von Antennen empfangen.

Sicherlich kennt ihr solche Antennen, sei es von den früheren UKW-, oder aktuellen Internet- und DAB+ Radios.

Diese Antennen sind aus Metall, Kupfer oder anderen leitenden Materialien gefertigt. Sie nehmen diese Signale auf und transportieden sie zum Empfänger, also Radio, Smartphone oder was auch immer.

Und genau hier beginnt das eigentliche "Problem". 

Durch eine Unmenge an Signalen treten sogenannte RFI und EMI auf. Dies sind die Abkürzungen für

Radio Frequency Interference und Electro-Magnetic Interference, also Funk- und elektromagnetische Störungen.

Auszug aus Wikipedia

Elektromagnetische Störung (auch Funkstörung) ist die Auswirkung einer durch Aussendung, Ausstrahlung oder Induktion (oder durch die Kombination von Aussendungen, Ausstrahlungen oder Induktionen) entstehende unerwünschte Energie auf den Empfang in einem Funksystem; diese Auswirkung macht sich durch Verschlechterung der Übertragungsgüte, durch Entstellung oder Verlust von Nachrichteninhalten bemerkbar, welche bei Fehlen dieser unerwünschten Energie verfügbar wäre.

Jetzt ratet mal, woraus die Anschlüsse eurer Geräte hergestellt sind!

 

Analoge RCA, auch Cinch genannt: Leitendes Material

Analoge XLR: Leitendes Material

Digital Coaxial: Leitendes Material

 

Dies könnte ich nun noch weiterführen, aber ich glaube, ihr versteht, worauf ich hinaus will..

Lange gewusst - sauber verdrängt

Ich selbst betreibe privat ein schönes, gutes HiFi System, bestehend aus Plattenspieler, Phono Vorstufe, CD-Spieler, Netzwerk-Player und Streamer, Digitalwandler sowie Vor- und Endverstärker.

Da sich dieses System im Keller befindet und der Empfang des WLANs nicht sonderlich gut ist, habe ich einen Powerlan Adapter installiert (ja ich weiss, NICHT HIGH-END), welcher zum einen den Streamer speist, sowie auch das WLAN verstärkt.

 

Schon diverse male fiel es mir auf, dass ich, je nach Quelle, leise Störgeräusche aus den Lautsprechern hörte. Diese machten sich als Surren, leises Zischen oder einfach Rauschen bemerkbar. 

Nun, jedes Gerät besitzt ein Grundrauschen, soweit so gut. Die Probleme scheinen wohl via Stromnetz zu den Komponenten zu gelangen. 

Nachdem ich hier auch einiges optimiert hatte, besserte sich die Situation drastisch. Gewisse Störungen jedoch blieben und diese wurden sauber verdrängt - bis ich mir den Zubehörkatalog zu Gemüte führte!

Lass uns das mal testen - kostet ja nicht so viel

...nach diesem Motte habe ich mir mal notiert, welche Anschlüsse bei meinem System nicht verwendet sind.

Schnell mal auf die Knie und hinter die einzelnen Komponenten geschaut - da sind einige! Diverse RCA, XLR und USB Anschlüsse, kamen zum Vorschein, allesamt unbenutzt.

 

"Diese Dinger sind nicht so teuer, ich glaube, das teste ich mal aus" war mein erster Gedanke. Also habe ich mir mal das Set mit den RCA Caps bei unserem Lieferanten bestellt.