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Darum ist diese Marke so genial!

Vor einigen Wochen durften wir einen neuen Hersteller in unserem Sortiment begrüssen: ROTEL

Die Freude war gross und ist es natürlich noch immer!

Gerne stellen wir hier den RA-1572 MKII vor. Dieser Verstärker ist einer (von vielen) der Gründe, weshalb auch Sie mal einen Blick zu Rotel werfen sollten!


Damit Sie wissen, wer das ist...

...möchte ich hier ein paar Fakten zu Rotel bekannt geben. 

Gegründet wurde die Firma Rotel, damals noch als "Roland" im Jahre 1957 in Japan. Damals war Roland für den Vertrieb der amerikanischen Fernseher der Marke Sylvania in Japan zuständig. Da in Japan jedoch andere Netzspannungen als in den USA verwendet werden, mussten sämtliche Geräte für den japanischen Markt angepasst werden. Somit war schon zu Beginn technisches Know-How einer der relevanten Kenntnisse der Firma.

In den 1960er Jahren baute Rotel als sogenannten "OEM" (Original Equipment Manufacturing) Hersteller HiFi Geräte in Lizenz. 

Mitte der 1970er wuchs der Drang, eigenes HiFi zu entwickeln, designen und herstellen. 1979 wurde dieser Drang dann auch umgesetzt. Bereits 1982 gelang mit dem Rotel RA-820B, einem der besten Stereoverstärker im Heim-HiFi Market. Seit diesem Zeitpunkt entwickelt und produziert Rotel HiFi Produkte in unterschiedlichen Bereichen - vom Einstieg in die Musikwelt bis hin zum hochklassigen HiFi Equipment. 

Der RA-1572 MKII...

Beginnen wir gleich mal mit den wichtigsten technischen Daten. Also etwas trockene Theorie, der spassige Teil danach!

 

Leistung: 2 x 



Die neue Welt ist "smart"

Von der Waschmaschine, über den Kühlschrank bis hin zum HiFi System - heute ist alles "smart". 

"Smart" heisst übersetzt aus dem englischen soviel wie "clever, intelligent". Bei der Frage, was "smart" im Zusammenhang mit Technik bedeutet, kommt meist die selbe Antwort: "Intuitive Bedienung mit dem Smartphone"

Ist das alles? Das frage ich mich je länger je öfter. 

Technik + Anwendung

1978 war der Grundstein des deutschen Herstellers gelegt - T+A wurde gegründet. Die Idee war, nicht bloss vorhandene, generische Technik neu zu kombinieren, sondern diese zu verbessern und weiterentwickeln. Musiksysteme sollen höchsten Ansprüchen gerecht werden in punkto Technik, Klang, Design und Bedienbarkeit. Die Ansprüche spiegeln sich im Firmennamen wieder, denn T+A bedeutet nicht weniger als "Technik + Anwendung". Smarter Gedanke, nicht?


Gleich vorab: Klassische HiFi Systeme sind nach wie vor ein Renner und begehrt, nicht nur bei HiFi Fanatikern und Musikenthusiasten. Deshalb bietet T+A auch in diesen Bereichen eine Menge an tollem Material.

In diesem Bericht hier soll es sich jedoch um das smarte System "Cala CDR" handeln.

Der kompakte All-In-One Receiver hört auf den Namen "Cala CDR". Mit seinem Metallgehäuse, dem gebürsteten Aluminium-Deckel und der Klavierlackfront sticht er ins Auge, trotzdem scheint er unauffällig. Mit den kompakten Abmessungen von 37 x 10.5 x 24.5 cm (BxHxT) trägt er jedoch nicht dick auf. Ganz im Gegenteil, er wirkt modern und zeitlos. Auch die Fernbedienung lässt sich sehen! Ja, er besitzt eine Fernbedienung, aber dazu später mehr.


Technische Daten, einfach nur mal so

Technische Daten sind schön und gut, doch leider werden die wirklich coolen Sachen daraus nicht ersichtlich. Das ist auch der Grund, weshalb ich euch hier nur mal so die Eckdaten liefere, schliesslich will ich hier nicht in nackten Zahlen versinken.


Der digitale Verstärker liefert 100 Watt pro Kanal an 4 Ohm. Dies reicht zum Betreiben einer Vielzahl an Lautsprechern. Die Verzerrungen liegen bei weniger als 0.02%. Smarte Technik ist an Board, so z.B. einen Internet- und DAB+ Radioempfänger, einen Netzwerk-Spieler auf DLNA Basis und einen Bluetooth Empfänger. Der Receiver verfügt zudem über einen integrierten CD Spieler. An Anschlüssen mangelt es dem Cala CDR nicht. Er besitzt zwei digital Optical (Toslink), 1 digital Coaxial und 2 USB-A Eingänge. Auf der analogen Seite besitzt er 2 Stereo RCA Eingänge, wobei einer davon auch für Plattenspieler verwendet werden kann. Aber dazu später mehr. Nebst WLan besitzt er eine LAN Anschluss, einen Subwoofer und einen Vorstufen Ausgang.

Die Installation...

...gestaltet sich einfacher als es sich anhört. Als erstes verbinde ich die Kabel der Lautsprecher. Dank den grosszügig dimensionierten Schrauben und der Optionen für Bananenstecker sind die Kabel ruckzuck angeschlossen. Für meinen Test verwende ich keine weiteren Geräte, bloss den Radio und Streaming per Tidal. Ach ja, bevor ich es vergesse - die Antennen für DAB+ und WLAN müssen noch verbunden werden. Zu guter Letzt ran an das Stromnetz, die Batterien in die Fernbedienung - das wars.

Die weitere Installation ist relativ einfach. 

Die DAB+ Sender werden automatisch gescannt und in alphabetischer Reihenfolge gespeichert. Mit der Taste "SYS" auf der Fernbedienung gelangt man in das einigermassen übersichtliche Gerätemenü. Unter "Netzwerk" wird noch die WLan-Verbingung hergestellt. Dies klappt dank WPS mit nur einem Tastendruck. Bei meinem System kam gleich noch die Meldung über eine neue Software-Version. Diese war innert wenigen Minuten geladen.


Wo bleibt nun das "smarte"?

Smart heisst für mich in diesem Fall hier, dass die Bedienung des Gerätes sehr intuitiv und angenehm ist. 

Nach etwas hin und hergedrücke unter "SYS" fallen die vielen Möglichkeiten auf, das Gerät individuell anzupassen.

Unter "Lautsprecher" kann z.B. ein Subwoofer mit passender Trennfrequenz hinzugefügt werden. Des weiteren wird unter "LS stehen" dem Gerät bekannt gegeben, ob die Lautsprecher beispielsweise wandnah, frei oder in einem Regal aufgestellt werden. Es stehen zudem 7 verschiedene Raumtypen zur Auswahl. Anhand diesen Angaben errechnet der Verstärker nun die optimale Wiedergabe mit dem digitalen DSP.


Hier können die einzelnen Anschlüsse konfiguriert werden. So z.B. kann für jeden Anschluss ein individueller Name hinterlegt werden, welcher dann im Anzeigedisplay an der Front erscheint. 

Wird ein Anschluss nicht benötigt, da kein Zuspieler angeschlossen ist, kann dieser auch deaktiviert werden.


Bei den digitalen und analogen Anschlüssen steht eine "Auto-Einschaltung" zur verfügung. Dies erlaubt es dem Cala sich automatisch einzuschalten, sobald ein Signal am Eingang erkannt wird. Ist z.B. am "Digital-In 2" ein Fernseher angeschlossen, braucht lediglich dieser eingeschaltet zu werden. Der T+A erkennt dies und schaltet sich auf diesem Anschluss ein. 

Der "Analog-In 2" kann als Line oder Phono Anschluss konfektioniert werden. Unter Phono ist somit der Betrieb eines Plattenspielers ohne weiteren Vorverstärker möglich. Hier muss jedoch gesagt werden, dass der integrierte Phonoanschluss für MM (Moving Magnet) oder High-MCs (Moving Coil mit hohem Ausgangspegel) ausgelegt ist. High-End Low MCs werden somit nicht unterstützt.

Die Helligkeit des Anzeigedisplays kann in 7 Stufen angepasst werden. Sollte einem das Display stören, kann es auch nur temporär eingeschaltet werden. Das bedeutet, wird am Gerät eine Aktion ausgeführt, leuchtet das Display für einige Sekunden und stellt danach ab. Ein komplettes Deaktivieren der Anzeige ist ebenfalls möglich.


Die Ambientbeleuchtung kann ebenfalls individualisiert werden. Es stehen vier Farben zur Auswahl, rot, grün, blau und hellblau. Die Intensität des Lichtes kann in 15 Stufen angepasst werden. Es kann wahlweise permanent die selbe Farbe, oder aber auch abwechselnd angezigt werden. Die Geschwindigkeit der Farbwechsel ist ebenfalls anpassbar. Auch hier steht die Möglichkeit zur Verfügung, die Beleuchtung komplett zu deaktivieren. 


Weitere Einstellungen umfassen nun auch die Systemsprache, welche nebst Englisch, Deutsch und Französisch auch noch weitere umfasst. 

Streaminganbierer wie Tidal, Qobuz oder Deezer können ebenfalls im Systemmenü hinzugefügt werden. Dies gestaltet sich sehr einfach und intuitiv. Mit den Nummerischen Tasten auf der Fernbedienung lassen sich Texteingaben tippen, wie früher bei den Mobiltelefonen die SMS.


Der Betrieb

Grundsätzlich bedient sich das Gerät ganz komfortabel mit der Fernbedienung. Diese hat ein ordendliches Gewicht und Tasten mit einem guten, sich hochwertig anfühlenden Druckpunkt. Auf den ersten Blick scheint die Fernbedienung etwas an Taste überladen. Nebst den nummerischen Tasten, den Pfeil-, Eingabe- und Lautstärketasten, sind doch einige andere vorhanden. Es dauert jedoch nicht lange, bis ich den Dreh raus habe. 

Ich denke nicht, dass es hier sinnvoll ist, euch jede einzelne Taste zu beschreiben. Das Wichtigste ist, dass eine Logik innerhalb der Bedienung vorhanden ist - genau diese Logik erfährt man innerhalb weniger Minuten.

 

Die Quellen schalten sehr schnell um. Durch mehrmaliges drücken, z.B. auf "Radio" kann zwischen DAB+, Internet, FM und Podcast hin und her geswitched werden. Wird FM und Podcast beispielsweise nicht benötigt und wurde im vorherigen Menu deaktiviert, werden diese auch nicht weiter in der Auswahl erscheinen - SUPER!

 

Das Einlesen der CDs ist zügig und gelingt mit alten genau so gut wie mit neuen CDs. Das Laufwerk ist sehr laufruhig und ist kaum bis gar nicht hörbar. Insofern Daten auf der CDs zu Interpret, Album, Titel usw. vorhanden sind, werden diese ebenfalls im Display angezeigt.

 

Streaming, in meinem Test mit Tidal, klappt reibungslos. Auch hier ist der Zugriff schnell, die Bedienung intuitiv. Meine bereits in der Vergangenheit erstellten Playlisten können abgerufen und wiedergegeben werden.

Der Klang

Für den Klangtest verwende ich die Stage 3 von Swiss HD. Für diejenigen, die diese Lautsprecher nicht kennen: Es handelt sich hierbei um ein Modell, welches sich in einem Möbel als Einbaulautsprecher befindet. 

Um Kritiken gleich vorab zu beseitigen. Diese Lautsprecher sind auf einem hohen Niveau, auch als "normaler" Regallautsprecher erhältlich. Einer der primären Gründe für meine Wahl war folgende Überlegung:Die meisten Kunden, welche sich für einen T+A Cala CDR entscheiden, suchen etwas kompaktes, modernes und schlichtes. Dies trifft meist auch auf die Wahl der Schallwandler zu. Genau hier kommt Swiss HD ins Spiel. Es handelt sich hier um ein Möbel, welches den Fernseher, sowie das Musiksystem beheimatet, ohne grossartig sichtbare Kabel.


 

 

Als Quelle dient mir für den Test ein Streaminganbieter, welcher sehr hohe Qualität liefert. Jazz, Rock, Blues und Klassik steht auf dem Programm. Ich habe ca. 10 Titel, welche ich für alle meine Tests verwende. Ich möchte euch hier jedoch nicht "Vorschläge" liefern, denn jeder muss mit der Musik testen, die ihm gefällt!

 

Der Cala bleibt der Klangcharakteristik von T+A treu. Die Auflösung der Musik ist spitze, Details in Klang und Dimension sind beeindruckend. In gewissen Passagen erweckt das Klangbild einen etwas flachen Eindruck, was nicht zwangsläufig als schlecht interpretiert werden darf. Die Auflösung und der Detailreichtum bleiben, selbst bei schlechter Quelle, erstaunlich.

Fazit

Mit dem Cala CDR spricht T+A gezielt eine Gruppe von HiFi Konsumenten an. Jeder Musikgeniesser, Musikgeniesserinnen natürlich ebenso, der tolle Qualität in punkto Verarbeitung, Bedienbarkeit, Anschlussvielfalt und Klag sucht, jedoch keine Lust auf viele Geräte und Kabel hat, ist hier genau richtig. Alles in allem macht es wirklich Spass, eine solch keine Lösung zu haben, die jedoch ganz gross trumpfen kann!